Waisenkinder in Rwanda

Waisenkinder in Rwanda

 

Die Kinder, denen wir geholfen haben sind nun alle auf einem guten Weg und sie benötigen nur noch in Einzelfällen Unterstützung. Für diese Zwecke haben wir eine Finanzreserve bei FÖLT. Weitere Spenden für “unsere Kinder” benötigen wir also zunächst nicht. Wir danken allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die es in all den Jahren geschafft haben, durch ihre Mitarbeit und durch ihre Spenden, den Kindern eine Zukunft zu geben!

Wir freuen uns aber sehr, wenn Sie FÖLT weiterhin spenden. Unsere Landwirtschaftsprojekte in Ruanda, Madagaskar und im Senegal helfen der ländlichen Bevölkerung ihren Boden intensiv zu nutzen und für die Zukunft ihrer Kinder zu erhalten, aber auch ihr Einkommen ein wenig zu steigern. Im Projektgebiet in Ruanda liegt das durchschnittliche Jahreseinkommen bei etwa 30 Euro. Davon lässt sich kein Schulgeld finanzieren und die Kinder geraten in den Teufelskreis der Armut. Unsere Projekte sollen helfen diesen zu durchbrechen. Wenn Sie bisher also für die Waisenkinder gespendet haben, können Sie ihren Dauerauftrag einfach bestehen lassen. Das Geld fließt dann automatisch an das Landwirtschaftsprojekt in Ruanda.

Wie alles begann

Den meisten Menschen in Deutschland sind die Nachrichten vom Bürgerkrieg in Rwanda 1994 und die Kämpfe von unglaublicher Brutalität noch im Gedächtnis.
Auch Tausende von Kindern wurden ermordet, noch mehr verloren Eltern, Geschwister, Familie. Ihre Lebensschicksale sind durch dieses schwere Trauma geprägt, doch sie sind es, in deren Händen die Zukunft des Landes liegt und die Hoffnung auf Frieden.
Es ist der mutigen Initiative weniger Menschen zu verdanken, dass auch Kinder aus solchen Gegenden, in denen viel gemordet wurde, überleben konnten.
Lauriel, ein Theologe aus Butare und bereits zu Friedenszeiten als der Mann mit dem sozialen Tick verspottet, konnte im Krieg etwa 80 Kinder und Jugendliche aus dem umkämpften Butare herausschleusen.
Heute weiß er gar nicht mehr, wie es ihm gelang, diese vor den Häschern zu retten. Immer wieder wechselte er die Unterkunft und weihte nur wenige Personen ein, welche ihm halfen, Lebensmittel zu beschaffen. Im Juli 1994, also nach dem Sieg der Rebellen, entstand so das Waisenhaus Félicité Marie.

Das Waisenhaus Félicité Marie

6 Jahre war dieses Haus die Heimat der Kinder und gab ihnen Geborgenheit.

  • Jedes Kind bekam eine individuelle Betreuung im familären Rahmen.
  • Jedes Kind wurde entsprechend seiner Fähigkeiten schulisch gefördert.
  • Einen besonders hohen Stellenwert hatte die soziale und kulturelle Entwicklung der Kinder.

Doch im Jahr 2000 wurde das Haus wegen landespolitischer Vorgaben geschlossen. Die Kinder sind damit nun wieder stärker auf sich gestellt. Doch sie sind älter geworden, und dank der kompetenten Betreuung und den vielen Spenden von Paten aus Deutschland sind sie darauf gut vorbereitet.

Hilfe zur Selbsthilfe

Während ihrer Zeit im Waisenhaus Félicité Marie konnten die Kinder lernen, was es heißt, selbst Verantwortung zu übernehmen und Spaß daran zu haben.
Gemeinsam mit dem ehemaligen Leiter des Hauses, Célestin Kabagamba, haben sie nun eine Verein mit dem Namen MWENE MUNTU (Der humane Mensch) gegründet.
So wollen sie die Friedenserziehung, die sie selber genossen haben, an andere Kinder weitergeben, Kindern aus schweren Situationen helfen und Projekte für Rwandas Zukunft beginnen.
Doch um das zu leisten, mussten viele der Kinder von Félicité Marie erst einmal ihren Schulabschluss bewältigen.

Fast alle Kinder haben einen Abschluss

Alle Kinder sollten den beruflichen Abschluss erwerben können, der ihren Fähigkeiten entspricht. Das ist Ihnen inzwischen gelungen. Viele haben eine Arbeit gefunden, andere sind noch auf der Suche nach einer guten Stelle oder versuchen sich Selbstständig zu machen. Auch dabei benötigen sie manchmal unsere Unterstützung, die wir Ihnen auch gerne geben wollen.